Gender und Korruption

„Da es bei den negativen Auswirkungen von Korruption eine geschlechtsspezifische Differenzierung gibt, ist es unerlässlich, bei den Bemühungen um unternehmerische Integrität stets eine Gender-Perspektive zu berücksichtigen. Es besteht keine Notwendigkeit, ein Experte auf diesem Gebiet zu sein. Ein guter Start ist bereits, Unterschiede anzuerkennen.“ - Marco Pérez, Koordinator Gender der Allianz für Integrität

Auf dieser Themenseite stellen wir Ihnen relevante Publikationen, Aktivitäten, Best-Practice-Beispiele und Statements unserer Partner und Unterstützer zum Thema „Gender und Korruption“ zur Verfügung.

Die Themenseite wird kontinuierlich aktualisiert und um neue Inhalte ergänzt. Wir laden Sie ein, sich unseren Bemühungen anzuschließen und aktiv zu fairen Wettbewerbsbedingungen mit gleichen Chancen für alle beizutragen.

Unser Statement
Zitate unserer Partner & Unterstützer
Artikel & Publikationen
Learnings
Unsere Aktivitäten 

Die Verknüpfung zwischen Gender und Korruption wird sowohl von der Wissenschaft als auch der internationalen Gemeinschaft zunehmend betont. So ist sie beispielsweise Teil der G20-Verpflichtungen, die im Jahr 2018 beschlossen wurden. Doch nicht jeder ist sich der Verbindung zwischen den beiden Konzepten bewusst. Grund dafür ist häufig ein mangelndes Verständnis für die Thematik. Der erste Schritt zur Bearbeitung der Thematik ist daher, sie tiefgreifend zu analysieren und besser zu verstehen.

Selbst getrennt voneinander betrachtet, sind beide Konzepte sehr komplex. Je nach Kontext, kulturellem Hintergrund, rechtlichen Rahmenbedingungen und Ideologien werden die Begriffe unterschiedlich definiert. Wir müssen deshalb mit einem ganzheitlichen und abgestimmten Ansatz auf das Problem reagieren. Es ist entscheidend, der Thematik nicht nur unter Berücksichtigung technischer und etymologischer Aspekte zu begegnen, sondern vor allem den wichtigsten Faktor in diesem Nexus zu berücksichtigen: die zugrunde liegenden Machtverhältnisse.

Aus diesem Grund haben wir bei der Allianz für Integrität in den letzten zwei Jahren zahlreiche Austauschformate entwickelt und umgesetzt. Wir halten es für wichtig, die beschriebene Dichotomie aus einer praktischen Perspektive heraus zu begreifen. In unseren gender-spezifischen Formaten, wie dem Integrity Coffee in Mexiko, dem Integri-Tea in Indien und der Women for Integrity (WISe)-Reihe in Ghana, laden wir Unternehmerinnen ein, persönliche Erfahrungen zu teilen, korruptionsbezogene Herausforderungen zu diskutieren und sich über bewährte Praktiken auszutauschen. Mit unserem Engagement möchten wir Diskussionen zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor anstoßen, kollektive Maßnahmen mit Frauen aus dem Compliance-Bereich anregen und Unternehmen ermutigen, gender-sensible Compliance-Programme umzusetzen.

Gemeinsam mit unseren Partnern und Unterstützern haben wir konkrete Strategien erarbeitet, um gender-spezifische Maßnahmen mit dem Kampf gegen Korruption zu verknüpfen. Dazu zählt u.a. die Anpassung von Instrumenten, die in beiden Bereichen eingesetzt werden (z.B. Beschwerdesysteme) sowie die Sicherstellung, dass die Genderperspektive über das gesamte Compliance-Programm hinweg berücksichtigt wird (z.B. Etablierung eines Ethik-Kodex mit Genderperspektive).

Mit anderen Worten haben wir beide Konzepte in praktischen Situationen verankert, um ihnen ihren abstrakten Charakter zu nehmen. Unserer Meinung nach ist es wichtig, nicht nur über „Gender und Wirtschaft" oder „Gender und Korruption" zu sprechen, sondern auch über „Gender und unternehmerische Integrität" und somit auch über die Vorteile interne Strategien umzusetzen, die Unternehmen effizienter und inklusiver agieren lassen.

Wir lassen unseren Worten Taten folgen. Die Allianz für Integrität fördert in all ihren Aktivitäten eine Genderperspektive, um sicherzustellen, dass alle Stimmen, ob weiblich oder männlich, gleichermaßen gehört werden. Wir laden Sie ein, sich unserer Mission anzuschließen und ein Geschäftsumfeld zu schaffen, das allen Akteuren des Wirtschaftssystems, insbesondere den Schwächeren, einen gleichberechtigten, integrativen und fairen Raum bietet.

Lesen Sie hier Statements unserer Partner und Unterstützer, die aufzeigen, warum es entscheidend ist, eine Gender-Perspektive in Antikorruptions- und Compliance-Bemühungen einzunehmen.
Africa
Asia
Latin America
Europa
Global

Linda Ofori-Kwafo - Ghana Integrity Initiative

Geschäftsführende Direktorin, Ghana Integrity Initiative

Linda Ofori-Kwafo


„Für den Erfolg eines jeden Antikorruptionsprogramms sind kollektive Maßnahmen erforderlich. Das Geschlecht ist ein wichtiger Aspekt kollektiven Handelns, daher ist die Gender-Perspektive für alle Antikorruptionsbemühungen von wesentlicher Bedeutung.“

 

Kosi Antwiwaa Yankey - Nationaler Ausschuss für Kleinindustrien, Ghana

Geschäftsführende Direktorin, Nationaler Ausschuss für Kleinindustrien

Kosi Antwiwaa Yankey




„Der Kern einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Stärkung frauengeführter KMUs. Dies ist das Herzstück einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Eine befähigte Geschäftsführerin ist beispielhaft für die Gesellschaft."


 

Jeffrey Cheung - Indonesia-HongKong Business Association

Stellvertretender Direktor, Indonesia-HongKong Business Association

Jeffrey Cheung



„Das Hinzufügen einer Gender-Perspektive kann unser Verständnis der Dynamik von Verhaltensweisen, die Korruption und Korruptionsbekämpfung vorantreiben, erheblich verbessern und so dem derzeitigen Ansatz eine dringend benötigte Dimension und Wirksamkeit verleihen.“

 

R. Devi Damayanthi - DOUBLE-D FASHION CLOTHING & APPAREL, Indonesien

Mitglied von WIN und Eigentümerin von Double-D Fashion Clothing & Apparel

R. Devi Damayanthi


"Bei der Unterstützung der Korruptionsbekämpfung brauchen wir mehr als nur eine Bewegung, insbesondere im öffentlichen Sektor, wo Korruptionsfälle immer noch in großem Umfang vorkommen. Die Vermittlung von Werten zur Bekämpfung von Korruption kann vom kleinsten Umfeld aus begonnen werden, wie z.B. mit Null-Toleranz gegenüber Korruption, dann im familiären Umfeld und später im Unternehmen oder im eigenen Betrieb. Der Kampf gegen die Korruption muss gemeinsam geführt werden, ganz gleich, welches Geschlecht man hat, ob männlich oder weiblich.“

 

Y.W. Junardy - UN Global Compact Netzwerk Indonesien

Präsident des indonesischen Global Compact Netzwerks (IGCN)

Y.W. Junardy


„Für verantwortungsbewusste Unternehmen sind das Bekenntnis zur Integrität und die Umsetzung der Menschenrechte in dieser Pandemiesituation noch wichtiger. Gleichzeitig spielt die Gleichstellung der Geschlechter eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Nachhaltigkeit.“

 

Neneng Lela - Ikatan Pengusaha Muslimah Indonesien

Mitglied der Ikatan Pengusaha Muslimah Indonesien

Neneng Lela





„Als Unternehmerinnen müssen wir durchsetzungsfähig sein, Selbstvertrauen zeigen und jede inoffizielle Anfrage ablehnen.“

 

Shabnam Siddiqui - UN Global Compact Netzwerk Indien

Direktorin des UN Global Compact Netzwerks Indien

Shabnam Siddiqui



„Eine der häufigsten und lautlosesten Formen von Korruption, die weltweit existiert, ist Sextorsion, bei der Sex die Währung der Bestechung ist. Dies anzuerkennen und dagegen zu arbeiten, ist das Gebot der Stunde.“

 

Santhy Sri Yunita - IWAPI DPC Bandung, Indonesien

Mitglied von WIN und Inhaberin von Gemilang Sukses Lestari, Leiterin der Creative Economic IWAPI DPC Bandung

Santhy Sri Yunita



„Frauen spielen eine wichtige Rolle in der ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklung, und somit auch im Kampf gegen Korruption, sowohl im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit als auch im Umweltsektor. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unternehmerische Integrität im global Ökosystem zu fördern."

 

Wina Wardina - PPLiPi, Indonesien

Mitglied von WIN und Leiterin der Abteilung Jugend und Sport, PPLiPi

Wina Wardina



„Die Beteiligung von Frauen aus allen Berufsgruppen und Unternehmen, die eine aktive Rolle im Kampf gegen Korruption spielen, ist eine Form der Unterstützung hin zu einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung und unternehmerischer Integrität.“

 

Daniela Camargo - UN Global Compact Netzwerk Kolumbien

Koordinatorin für Menschenrechte und Antikorruption des UN Global Compact Netzwerks Kolumbien

Daniela Camargo





„Niemanden zurückzulassen, ist die Prämisse der Vereinten Nationen. So ist die Gleichstellung der Geschlechter in Aktionen präsent, die eine integre Unternehmenskultur fördern.“

 

Ricardo Corona - Laureate Education, Inc., Mexiko

Regionaler Leiter der Compliance-Abteilung bei Laureate Education, Inc.

Ricardo Corona





„Auch wenn Korruption jeden betrifft, trifft sie Menschen in gefährdeten Situationen stärker (bspw. Einheimische, Migranten). Wir haben in der Vergangenheit die vielfältigen Formen von Gewalt gegen Frauen und die Ungleichheit, die sie erzeugt, erlebt. Gibt es irgendeinen Zweifel daran, dass wir beide Probleme angehen müssen?“

 

Angela Corso - Enel Chile

Leiterin des Audit-Personals und Compliance bei Enel Américas - Enel Chile

Angela Corso





„Korruption ist die Hauptursache für verschiedene Formen von Diskriminierung, Ungerechtigkeit, Ungleichbehandlung und Armut. Eine Gender-Perspektive erleichtert es, die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu identifizieren und gleichzeitig die Anstrengungen im Kampf gegen dieses Übel effizienter zu gestalten.“

 

Erika Díaz - Covestro Mexiko

Leiterin der Abteilung Recht, Geistiges Eigentum & Compliance bei Covestro

Erika Diaz





„Es ist entscheidend, eine Gender-Perspektive bei der Bekämpfung von Korruption zu berücksichtigen, um sinnvolle Veränderungen innerhalb der Gesellschaft, in Unternehmen und Regierungen herbeizuführen – hin zu einem integrativen und fairen Umfeld für Frauen.“

 

Daniela Falfán - Grupo Inditex, Mexico

Leiterin der Rechtsabteilung & Compliance-Beauftragte, Grupo Inditex

Daniela Falfán



„Inklusion ist nicht mehr nur eine moralische Verpflichtung, sondern eine kommerzielle und finanzielle Strategie zur Verbesserung der Rentabilität von Unternehmen.“

 

Salomé Flores - UNODC Mexiko

Nationale Programmbeauftragte für Forschung und Korruption bei UNODC

Salome Flores





"Frauen in sozialen, politischen oder kulturellen Kontexten, in denen sie weniger Macht ausüben als Männer, sind unter Umständen mit mehr Korruptionserfahrungen konfrontiert, und ihr Reaktionsspektrum auf diese Erfahrungen kann sehr viel begrenzter sein. Die Förderung der Teilhabe und des Mitspracherechts von Frauen ist entscheidend, um ihre Anfälligkeit für Korruption zu verringern.“

 

Luz Elena Gómez-Haro López - PepsiCo Mexiko

Leiterin für Compliance & Ethik, PepsiCo Mexiko

Luz Elena Gómez-Haro López



„Der Kampf gegen Korruption muss eine gemeinsame Sache sein, jedoch sind Frauen als Akteurinnen des Wandels sehr relevant, um konkrete Aktionen zu erreichen.“

 

Andrea González - Tecnológico de Monterrey, Mexiko

Professorin am Tecnológico de Monterrey und Mitglied des Ausschusses für Bürgerbeteiligung des staatlichen Antikorruptionssystems von Guanajuato

Andrea Gonzales





„Mehr denn je werden Frauen heute als die wichtigsten Führungspersönlichkeiten in Familie und Gesellschaft gebraucht, um einen Wandel in der Integrität der Bürger zu erreichen.“

 

Liliana Gutiérrez de Piñeres - Lemaitre Consultores, Kolumbien

Gründungspartnerin von Lemaitre Consultores und akademische Forschungsdirektorin der Fakultät für öffentliches Rechnungswesen an der Universidad Externado de Colombia

Daniela Camargo





„Obwohl Korruption als Verbrechen geschlechtslos ist, sind es die Folgen für seine Opfer nicht. Sich mit Prävention und Wiedergutmachung unter Berücksichtigung einer Gender-Perspektive auseinanderzusetzen, ermöglicht es uns, integrative Maßnahmen zu entwerfen und anzuwenden.“

 

Patricia Manusovich - Rechtsanwaltin in Argentinien

RechtsanwÄltin für die Bereiche Ethik und Compliance, Integrität im öffentlichen Sektor und Gender

Patricia Manusovich





"Korruption hat ungleiche Auswirkungen auf Frauen, insbesondere auf die Schwächsten.“

 

Maria Barbara Marcen Abascal - Baker McKenzie Mexiko

Leitende Compliance-Beauftragte, baker mcKenzie Mexiko

Mónica Vargas




„Unternehmerische Integrität ist das unmittelbare Ergebnis der Integrität aller Menschen, die sie ausmachen, Männer und Frauen.“

 

Katya Morales - Ausschuss für Bürgerbeteiligung des Anti-Korruptionssystems des Staates Guanajuato in Mexiko

Mitglied des Ausschusses für Bürgerbeteiligung des Anti-Korruptionssystems des Staates Guanajuato

Katya Mora





„Korruption schafft Ungleichheiten. Mit der gleichen Kraft, mit der wir für die Anerkennung unserer Rechte gekämpft haben, müssen wir nun für die Ausrottung von Korruption kämpfen, damit wir wirklich alle die gleichen Chancen haben.“

 

Leila Insaurralde Moreno - Abteilung Antikorruptionsmanagement, Generaldirektion für Rechtsangelegenheiten in Paraguay

Leiterin der Abteilung Antikorruptionsmanagement, Generaldirektion für Rechtsangelegenheiten in paraguay

Georg Gößwein





„Sich unter Frauen gegenseitig zu unterstützen ist notwendig, um in der wettbewerbsorientierten und harten Geschäftswelt zu überleben, insbesondere wenn es um Korruption geht.“

 

Leonor Ortiz - Mexikaner gegen Korruption und Straffreiheit

Angewandte Forschung, Mexikaner gegen Korruption und Straffreiheit

Leonor Ortiz





„Korruption trifft Frauen unverhältnismäßig stark. Es ist dringend notwendig, diese Realität zu akzeptieren und bei Lösungsvorschlägen davon auszugehen. Ohne eine Gender-Perspektive wird jede Anti-Korruptionsanstrengung in ihrem Umfang begrenzt und wirkungslos sein.“

 

Luz Ayda Otalora - Telefónica Movistar, Kolumbien

Compliance-beauftragte bei telefonicA movistar

Luz Ayda Otalora





„Auch wenn die verheerenden Auswirkungen von Korruption uns alle in irgendeiner Weise betreffen, trägt das Sichtbarmachen der Schärfe, mit der sie stärker verwundbare Gruppen trifft, wie beispielsweise Frauen und Mädchen, zur Suche nach wirksamen Lösungen bei."

 

Maria Laura Parcerisa - Unabhängige Expertin für Ethik und Compliance in Argentinien

Unabhängige Expertin FÜR Ethik und Compliance

Daniela Camargo

„Korruption betrifft Männer und Frauen in ungleicher Weise (obwohl es immer noch keinen Beweis dafür gibt, dass das eine oder andere Geschlecht weniger wahrscheinlich an korrupten Praktiken beteiligt ist), so dass bei der Bekämpfung von Korruption die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Menschen gegenüber Korruptionshandlungen berücksichtigt werden müssen. Die Analyse und das Verständnis dieser unterschiedlichen Sichtweisen ist von entscheidender Bedeutung: unsere Rolle als Frau im öffentlichen und privaten Raum hat sich verändert und an Bedeutung gewonnen, so dass ein Bruch mit dem traditionellen Paradigma der Korruptionsbekämpfung unerlässlich ist, wenn wir bessere Ergebnisse erzielen wollen.“

 

Gustavo Perez - Grupo Restaurantero Gigante, Mexiko

Direktor für soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit der Grupo Restaurantero Gigante

Daniela Camargo


„Verschiedene Untersuchungen weltweit haben die Korrelation zwischen dem ethischen Verhalten und dem Geschlecht einer Person, die in eine bestimmte Kultur integriert ist, demonstriert. Empirische Belege zeigen ein aufrichtigeres Verhalten von Frauen in Korruptionsfragen. Ich bin der Meinung, dass es sich dabei um Konzepte handelt, die gemeinsam und eingehend untersucht werden müssen, um die objektiven Gründe zu verstehen und um wirksame Interventionsstrategien entwerfen zu können, die eine bessere Gesellschaft begründen.“

 

Elizabeth Romero - Siemens S.A., Kolumbien

Compliance-Beauftragte bei Siemens S.A.

Elizabeth Romero





„Wir müssen weiterhin Räume für die Gleichstellung der Geschlechter fördern, die es uns ermöglichen, den Kampf gegen Korruption als Ergebnis der Bemühungen von Männern und Frauen besser zu artikulieren.“

 

Karen Schmidt Ortuño - ATLEATICA Mexiko

Leiterin Compliance, ATLEATICA Mexiko

Karen Schmidt Ortuño


„Die Stärkung von Frauen ist nicht nur eine Herausforderung, es ist eine Notwendigkeit, um die Kräfte innerhalb einer Organisation auszubalancieren."

 

Mariana Suárez - Siemens Energy, Mexiko

Regionale Compliance-Spezialistin bei Siemens Energy

Mariana Suarez





„Wenn es unser Ziel ist, eine gleichberechtigte Gesellschaft aufzubauen, ist es wichtig, dass Frauen Ressourcen und Unterstützung erhalten und dass andere uns eine Stimme geben, um Nein zu Korruption zu sagen.“

 

María Marta Talice - FLOR-Stiftung, Argentinien

Exekutivprogramm -Regierung mit einer Gender-Perspektive (MeD), FLOR-Stiftung

María Marta Talice



"„Es ist sehr wichtig zu verstehen, warum Diversität einen Mehrwert schafft, was die Risiken unbewusster Voreingenommenheit sind und wie wir eine Gender-Perspektive einbeziehen können, um Integritätsprogramme von Unternehmen zu stärken.“

 

Mónica Vargas - Lemaitre Consultores SAS, Kolumbien

Beraterin bei Lemaitre Consultores SAS

Monica Vargas


„Die Gender-Perspektive muss einbezogen werden, denn in Untersuchungen, Interviews und Erzählungen von Frauen hat sich gezeigt, dass sich Korruption bei ihnen anders auswirkt, und von dort aus müssen wir sie angehen.“

 

Women in Compliance - Argentinien

Women in Compliance

Women in Integrity

„Die Einbeziehung einer Gender-Perspektive in Antikorruptionsbemühungen ist nicht nur notwendig, sondern unerlässlich und unumgänglich, um Korruption wirksam zu bekämpfen. Wir sind überzeugt, dass der Versuch, Korruption zu bekämpfen, ohne die Gender-Perspektive zu berücksichtigen, bestehende Ungleichheiten verschärfen, die Geschlechterkluft weiter vertiefen, Chancengleichheit mindern sowie Rechte verletzen wird. Darüber hinaus schränkt die fehlende Gender-Perspektive aufgrund ihrer Auswirkungen auf die Organisations- und Sozialkultur die Möglichkeiten des Zugangs zu Führungspositionen und Entscheidungsprozessen ein. Dies ist ein zentrales Element als Teil der Diversitäts- und Eingliederungspolitik, die notwendig ist, um Integrität, Ethik und Compliance zu gewährleisten.“
 

Marcel Engel - Global Compact Netzwerk Deutschland

Leiter der Geschäftsstelle, Deutsches Global Compact Netzwerk

Linda Ofori-Kwafo
„Der Privatsektor spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung und Verhinderung von Korruption. Von Korruption sind Frauen und Minderheiten oft unterschiedlich - wenn nicht sogar unverhältnismäßig stark - betroffen. Die Einbeziehung einer Diversitäts- und Gender-Perspektive in die Korruptionsbekämpfungspolitik von Unternehmen wird dazu beitragen, innovativere und wirksamere Lösungen zu finden.“
 

Olajobi Makinwa - UN Global Compact Netzwerk, Ghana

Leiterin für zwischenstaatliche Beziehungen & Afrika, UN Global Compact Netzwerk

Olajobi Makinwa

„Korruption verletzt Menschenrechte und trägt zu Menschenrechts-verletzungen bei.Korruption schadet unverhältnismäßig stark den verwundbarsten und am stärksten marginalisierten Bevölkerungsgruppen, bei denen es sich zumeist um Frauen und Mädchen handelt. Der fehlende Zugang von Frauen und Mädchen zu grundlegenden wirtschaftlichen und sozialen Rechten, wie dem Recht auf Gesundheit, Bildung und einen angemessenen Lebensstandard, sowie Ungleichheiten in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens führen dazu, dass Frauen anfälliger für Korruption und ihre Auswirkungen sind als Männer. Es gibt daher eine klare Auswirkung des Geschlechts auf Korruption. Um erfolgreich zu sein, müssen Richtlinien, Programme, Normen und Gesetze zur Korruptionsbekämpfung die gender-spezifischen Auswirkungen der Korruption anerkennen und gegen die Formen der Korruption vorgehen, die Frauen unverhältnismäßig stark betreffen und ihre Rechte auf Menschenrechte, einschließlich Gleichheit, Nichtdiskriminierung und Teilhabe, untergraben. In ähnlicher Weise müssen Richtlinien, Initiativen, Gesetze und andere konkrete Maßnahmen, die zur Eindämmung der Korruption ergriffen werden sollen, die Rolle berücksichtigen, die Frauen und Mädchen spielen, und auf diese Weise in der Lage sein, Richtlinien zu formulieren, die zu konkreten Ergebnissen und Auswirkungen führen. Daher ist es wichtig, Gender-Fragen in allen Bereichen der Maßnahmen, Programme und Entscheidungen zur Korruptionsbekämpfung und der internationalen Handelssysteme zu berücksichtigen."

 

Julia Pilgrim - UNDOC

Beauftragte für Verbrechensprävention und Strafrecht, Abteilung für Korruption und Wirtschaftskriminalität bei UNODC

Julia Pilgrim

„Die Gender-Thematik betrifft fast alle Facetten unseres Lebens, und selbst Korruption entzieht sich nicht ihrem Zugriff. Klientelismus und Ein-Geschlechter-Netzwerke dienen effektiv dazu, den Zugang auszuschließen oder einzuschränken und haben dadurch katastrophale und unverhältnismäßige Auswirkungen auf gefährdete Gruppen und Frauen. Wir können einen wesentlichen Teil des Korruptionspuzzles nicht außer Acht lassen, und müssen deshalb in unseren Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung danach streben, geschlechtergerecht zu agieren. Aus diesem Grund räumen wir bei UNODC der Arbeit zur Erforschung der geschlechtsspezifischen Dimensionen von Korruption zunehmend Priorität ein und sind entschlossen, das Gender-Element nutzbar zu machen, indem wir einen umfassenderen Kampf gegen Korruption fördern und ins Auge fassen.“

 

Delia Ferreira Rubio - Transparency International

Vorsitzende von Transparency International

Delia Ferreira Rubio


„Korruption betrifft Frauen unverhältnismäßig stark. Sextortion, d.h. Sex als Währung der Bestechung, ist eine der stillschweigendsten Formen der Korruption und erfordert dringend geschlechtersensible Gesetzgebung, Durchsetzungs- und Berichterstattungsmechanismen.“

 

Die Allianz für Integrität hat in den letzten Monaten zahlreiche Online-Seminare und Webformate durchgeführt, die sich mit dem Nexus zwischen Gender und Korruption beschäftigen. Zusammenfassungen der wichtigsten Schlussfolgerungen (in englischer Sprache) können Sie hier kompakt als PDF-Datei herunterladen.

Die Allianz für Integrität lässt ihren Worten Taten folgen. Finden Sie hier unsere gender-spezifischen Aktivitäten, die weibliches Unternehmertum fördern und Geschäftsfrauen auf der ganzen Welt dabei unterstützen, ihre Compliance-Maßnahmen zu verbessern.

Wettbewerb: Die Auswirkungen von Korruption auf die wirtschaftliche Emanzipation von Frauen

  • Format: Schreibwettbewerb
  • Region: Global (G20 Länder)
  • Beschreibung: 2018 startete die Allianz für Integrität einen Schreibwettbewerb, der sich an Postgraduierte aus allen G20-Ländern richtete, in denen die Initiative vertreten ist. Der Wettbewerb zielte darauf ab zu verstehen, ob und inwiefern Korruption ein Hindernis für die wirtschaftliche Emanzipation von Frauen darstellt. Der Wettbewerb erstreckte sich insgesamt über einen Zeitraum von fünf Monaten, so dass den Teilnehmenden ausreichend Zeit für ihre Ideen eingeräumt wurde. Als Preis winkte eine Reise nach Buenos Aires, Argentinien, um dort bei einer W20 Veranstaltung den Beitrag vorzustellen. Als Gewinnerin ging Clara Luisa Machado Parisca aus Mexiko hervor, deren Essay sich mit kritischen Überlegungen zur Stärkung der Rolle und Integrität von Frauen beschäftigt. Ihr Beitrag wurde zudem als Compliance Bulletin der Allianz für Integrität veröffentlicht.
  • Wirkung: Im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten die Studierenden ein Verständnis für die enge Verzahnung zwischen Gender und unternehmerischer Integrität. Durch die Vorstellung des Essays auf dem W20-Gipfel wurde zudem ein größeres Publikum für die Thematik sensibilisiert.
  • Mehr Informationen: Compliance Bulletin 13

Compliance-Trainings für Unternehmerinnen

  • Format: Training
  • Land: Mexiko
  • Beschreibung: Die Allianz für Integrität führte in der Vergangenheit zwei Compliance-Trainings (DEPE) in Mexiko-Stadt durch, die sich ausschließlich an Unternehmerinnen richteten. Die Sitzungen wurden gemeinsam mit lokalen Partnern organisiert, um weibliches Unternehmertum zu fördern. In beiden Veranstaltungen bereiteten die DEPE-Trainer*innen Praxisbeispiele vor, die verschiedene Arten, wie sich Korruption konkret auf Frauen auswirkt, spezifizierten. Um diesem Nexus entgegenzuwirken, teilten sie anschließend bewährte Praktiken mit den Unternehmerinnen.
  • Wirkung: Teilnehmende Geschäftsfrauen erhalten das nötige Wissen, um wirksame Compliance-Maßnahmen in ihren Unternehmen umzusetzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. An jedem Training nehmen im Durchschnitt 25 Geschäftsfrauen teil.
  • Mehr Informationen: ToT und DEPE-Training für Unternehmerinnen in Mexiko-Stadt

Interregionaler Austausch zwischen Unternehmerinnen und Compliance Expertinnen

  • Format: Austauschplattform
  • Länder: Argentinien und Indonesien
  • Beschreibung: Die Allianz für Integrität initiiert einen regelmäßigen Austausch zwischen Compliance-Expertinnen aus Argentinien und Unternehmerinnen aus Indonesien. In der ersten Sitzung identifizierten die Teilnehmerinnen die größten Herausforderungen in Hinblick auf Antikorruptions- und Compliance-Bemühungen. In den Folgesitzungen bereiteten die Geschäftsfrauen verschiedene Szenarien vor, mit denen sie in ihrem Berufsalltag konfrontiert werden. Die Expertinnen aus Argentinien gehen in den aktuellen Treffen auf die vorgestellten Probleme ein und schlagen verschiedene Lösungsansätze vor, um ihre indonesischen Kolleginnen in ihrem Tagesgeschäft zu unterstützen.
  • Wirkung: Als Ergebnis des Austauschs sind die teilnehmenden Unternehmerinnen besser vorbereitet und verfügen über effektive Instrumente, um souveräner auf korrupte Praktiken reagieren und diesen vorbeugen zu können. Die argentinischen Expertinnen gewinnen im Gegenzug eine neue Perspektive auf das Thema, indem sie den Bedürfnissen und Problemen von Geschäftsfrauen einer anderen Region Beachtung schenken.
  • Mehr Informationen:
    Online Austausch zwischen Unternehmerinnen aus Indonesien und Argentinien

Integri-Tea

  • Format: Austauschplattform
  • Land: Indien
  • Beschreibung: Mit dem Integri-Tea hat die Allianz für Integrität ein Format entwickelt, das sich speziell an Unternehmerinnen und Geschäftsfrauen aus Indien richtet. Die Veranstaltung bietet einen informellen und geschützten Rahmen, um korruptionsbezogene Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze offen zu diskutieren.
  • Wirkung: Die Teilnehmerinnen tauschen Erfahrungen aus, lernen voneinander und entwickeln ein tiefgreifendes Verständnis für Maßnahmen und bewährte Praktiken zur Korruptionsprävention in ihren Unternehmen. Um identifizierte Schwachstellen anzugehen, sind aktuell Peer-to-Peer Lernsitzungen in Vorbereitung, die alle zwei Monate stattfinden werden. Diese werden ergänzt durch zielgruppenrelevante Schulungen zu spezifischen Soft Skills und Themen. Die Veranstaltungen werden in der Regel von etwa 25 Unternehmerinnen besucht, um eine intime Gesprächsatmosphäre gewährleisten zu können.
  • Mehr Informationen:
    Auftaktveranstaltung des neuen Integri-Tea Formats in Indien
    Integri-Tea Veranstaltungsreihe im Nordosten Indiens

Integrity Coffee

  • Format: Austauschplattform
  • Länder: Mexiko und Kolumbien
  • Beschreibung: Der Integrity Coffee ist ein zweistündiges Treffen zwischen Unternehmerinnen und Geschäftsfrauen, das alle zwei bis drei Monate stattfindet. Die Veranstaltung bietet einen informellen und geschützten Rahmen, um offen über korruptionsbedingte Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
  • Wirkung: Bei einer Tasse Kaffee können die Teilnehmerinnen Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und ein tiefgreifendes Verständnis für bewährte Praktiken zur Korruptionsbekämpfung entwickeln. Ziel der Veranstaltung ist es zudem herauszufinden, welche zusätzlichen Instrumente Unternehmerinnen im Kampf gegen Korruption benötigen. An den Treffen nehmen im Durchschnitt 25 Geschäftsfrauen teil, um eine intime Gesprächsatmosphäre gewährleisten zu können.
  • Mehr Informationen:
    Integrity Coffee für Unternehmerinnen in Mexiko-Stadt
    Unternehmerinnen schließen sich im Kampf gegen Korruption zusammen
    Frauen in Kolumbien schließen sich zur Stärkung unternehmerischer Integrität zusammen 

Women for Integrity-Serie (WISe)

Women in Integrity (WIN)

  • Format: Arbeitsgruppe
  • Land: Indonesien
  • Beschreibung: Women in Integrity (WIN) bietet eine geschützte Plattform für Unternehmerinnen und Fachfrauen, um die wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit Korruption in ihrem Berufsalltag zu diskutieren. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind Vertreterinnen von Unternehmensverbänden in West-Java, Indonesien. Sie setzen sich für die Förderung unternehmerischer Integrität und die Sensibilisierung von Frauen für die Thematik ein. Seit letztem Jahr gehört WIN auch dem Regional Advocacy Committee (RAC) West Java an. Die Treffen finden alle drei Monate statt.
  • Wirkung: Die Teilnehmerinnen tragen aktiv zur Arbeit des Komitees bei, indem sie die Perspektive weiblich geführter KMUs einbringen, sowie ihre Compliance-Erfahrungen und bewährte Praktiken im Kampf gegen Korruption teilen. Darüber hinaus spielt Women in Integrity eine wichtige Rolle als treibende Kraft in der Region. Die Mitglieder setzen sich zudem für die Förderung unternehmerischer Integrität innerhalb ihrer Berufsverbände ein.
  • Mehr Informationen:
    Frauen für Intergrität: Widerstandsfähigkeit von weiblich geführten KMUs in Krisenzeiten
    Women in Integrity: Frauen als wichtige Akteure im Kampf gegen Korruption
Diese Website verwendet Cookies. In unseren Datenschutzbestimmungen erfahren Sie mehr zu Ihren Rechten und wie sich Cookies verhindern lassen. Schließen