Regionale Aktivitäten Lateinamerika
Trainingsprogramm "De Empresas para Empresas"
Regionalprofil Lateinamerika

REgionale Aktivitäten Lateinamerika

TrainingsProgramm "De Empresas para Empresas"

Brazil
Das Trainingsprogramm „De Empresas para Empresas“ (DEPE) der Allianz für Integrität möchte saubere Geschäftspraktiken und einen fairen Wettbewerb fördern, um so zu einem stabilen, sauberen und verantwortlichem Investitionsklima in Lateinamerika beizutragen.

Vor diesem Hintergrund möchte DEPE Unternehmen darin unterstützen, effektive Korruptionpräventionsmechanismen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei trainieren größere Unternehmen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit wenig Erfahrung im Umgang mit Korruption. Die größeren Unternehmen geben ihr Wissen und ihre Erfahrung an teilnehmende KMU weiter und tragen so zu einer Verbesserung der Wettberwebsbedingungen bei. KMU erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu ihren Konkurrenten und verfügen über praktische Instrumente, um mit Korruption verbundene Probleme zu lösen. In Lateinamerika wird DEPE mit der Unterstützung lokaler Partner durchgeführt.

 
 

“De empresas para empresas” besteht aus drei phasen:

Phase 1: Train-the-Trainer Workshop

Train-the-Trainer Workshop

Phase 2: Korruptionspräventionstraining für KMU

Korruptionspräventionstraining für KMU

Phase 3: Support Desk

Support Desk

 

Compliance Officer mit Erfahrung in der Umsetzung effektiver Korruptionspräventionssysteme werden darin geschult ihr Wissen zu vermitteln.

Die ausgebildeten Trainer schulen lokale KMU und große Unternehmen mit wenig oder keiner Erfahrung im Umgang mit Korruption und der Entwicklung eines Korruptionspräventionssystems.

Das online Support Desk unterstützt KMU nach den Trainings dabei, die Theorie in der Praxis umzusetzen.

 
Die teilnehmenden Compliance Officer arbeiten in der Regel für nationale oder internationale Firmen und verfügen über Erfahrung in der Implementierung von Compliance-Programmen. Durch ihre Erfahrung, ihr Praxiswissen und der Tatsache, dass sie die lokale Unternehmenskultur verstehen, sind sie optimale Trainer für KMU mit wenig oder keiner Erfahrung in der Korruptionsprävention. Der Train-the-Trainer Workshop dauert zwei Tage, wobei ein Tag die Teilnahme am Korruptionspräventionstraining für KMU darstellt. Ziel des ersten Tags ist es, die Teilnehmer mit dem Schulungsmaterial, den Praxisbeispielen und neuen Kommunikationsformen vertraut zu machen.
Das Korruptionspräventionstraining für KMU ist das Kernstück des Programmes. In ihm werden KMU mit wenig oder keiner Erfahung im Umgang mit Korruption trainiert. Die Schulung basiert auf einem Korruptionspräventionstraining, das vom Deutschen Global Compact Netzwerk entwickelt wurde und auf den länderspezifischen Kontext angepasst wurde. Nach der Schulung, haben KMU ein besseres Verständnis für die verschiedenen Formen von Korruption sowie den Wettbewerbsvorteil den die Einführung eines Compliance-Programms mit sich bringt

Nach der Teilnahme am Korruptionspräventionstraining erhalten KMU Zugang zum onlinebasierten Support Desk. Diese Plattform ergänzt das Schulungsprogramm, da es zusätzliche Materialien, wie Handbücher, Praxisbeispiele und Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung stellt. Zusätzlich können Teilnehmer Fragen zur Entwicklung und Umsetzung von Korruptionspräventionsprogrammen in ihrem Unternehmen stellen. Diese Anfragen werden innerhalb von 72 Stunden beantwortet.

 

RegionalProfil LATeINaMERika

Brazil

In Lateinamerika wird die wahrgenommene Korruption laut internationaler Studien sehr hoch bemessen. Der Corruption Perception Index 2015 (CPI) von Transparency International zeigt, dass in den Ländern, in denen die Allianz für Integrität aktiv ist, nur Chile und Uruguay einen Score von über 70 von 100 erzielt haben (0 sehr korrupt, 100 nicht korrupt). Die übrigen Länder (Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Paraguay) erreichen nicht einmal 40 Punkte.

Demzufolge stellt Korruption in Lateinamerika nach wie vor eine sehr große Herausforderung dar, wobei das Korruptionsniveau und die Korruptionspräventionsmaßnahmen von Land zu Land variieren.

Die aktuellen Korruptionsskandale führten in der Region jedoch zu einem zunehmend öffentlichen Bewusstsein und zu einer Mobilisierung, was die Aufmerksamkeit der Politik und des Privatsektors nach sich zog. In einigen Ländern bewirkte dies einen Wechsel in der Legislative und die Bildung von Kontrollorganen.

 
 
 

Die Allianz für integrität ist neben Brasilien in sechs Ländern der REgion tätig:

Argentinien

 
 
Argentina

Argentinien ist nach Brasilien die zweitgrößte Volkswirtschaft. Nach dem aktuellen Regierungswechsel durchläuft Argentinien einen tiefgreifenden Wandel hinsichtlich der Korruptionsbekämpfung. Die 2015 in das Amt berufene neue Direktorin des Anti-Korruptionsbüros (Oficina Anticorrupción), hat sich dazu verpflichtet einen neuen Gesetzentwurf in den Kongress einzubringen, um auf das Problem unterschlagener Vermögenswerte einzugehen.

 
 

Auf einen blick

Bevölkerung:

41,8 Millionen Einwohner

Pro-Kopf-BIP:

12,735 US$ (2014)

Regierungsform:

Präsidentielle Demokratie

TI CPI Platz:

107/168

BIP:

543,1 Milliarden US$ (2014)

Ergebnis:

32/100

Chile

 
 
Chile
Chile ist eines der Länder Lateinamerikas, die am wenigsten mit Korruptionsproblemen kämpfen müssen. Um dies zu erreichen hat Chile exemplarische Schritte der Korruptionsprävention unternommen, wie beispielsweise den Ausbau starker Rechtsvorschriften und den Aufbau stabiler und transparenter Institutionen, welche sowohl die Unternehmensgründung fördern, als auch effektive Maßnahme etablieren um korrupte Praktiken zu untersuchen und zu ahnden. Die prosperierende Volkswirtschaft Chiles basiert zu einem Großteil auf dem Bergbau

auf einen Blick

Bevölkerung:

18 Millionen Einwohner Pro-Kopf-BIP: 13.330 US$ (2015)

Regierungsform:

Präsdientielle Demokratie

TI CPI Platz:

23/168

BIP:

240 Milliarden US$ (2015)

Ergebnis:

70/100

Kolumbien

 
 
Colombia

Kolumbien, dessen Volkswirtschaft in den vergangenen Jahren ein schnelles und nachhaltiges Wachstum verzeichnen konnte, hat im Rahmen der im Jahr 2014 verabschiedeten Transparenz Rechtsvorschriften eine öffentliche Anti-Korruptionsagenda und das Zugangsrecht auf öffentliche Informationen etabliert. Dies soll die Entwicklung von Werkzeugen und Mechanismen erleichtern, höhere Transparenz Niveaus fördern und somit Korruptionsrisiken mindern.

 
 

auf einen blick

Bevölkerung:

47,9 Millionen Einwohner

Pro-Kopf-BIP:

4.680 US$ (2015)

Regierungsform:

Präsidentielle Demokratie

TI CPI Platz:

83/168

BIP:

225,6 Milliarden US$ (2015)

Ergebnis:

37/100

Mexiko

 
 
Mexico

Mexiko ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas (auch größer als Brasilien, der größten Volkswirtschaft Südamerikas) und zeichnet sich durch einen dynamischen und stabilen Markt aus. Das Land zeigt sichtbares Interesse an der Korruptionsbekämpfung, im Besonderen im öffentlichen Beschaffungswesen, bei Kontrollprozessen und im Gesundheitswesen. Korruption und organisiertes Verbrechen stellen jedoch nach wie vor die größte Herausforderung des Landes dar.

auf einen blick

Bevölkerung:

120 Millionen Einwohner Pro-Kopf-BIP: 10.891 US$ (2015)

Regierungsform:

Präsidentielle Republik

TI CPI Platz:

95/168

BIP:

1.307 Milliarden US$ (2015)

Ergebnis:

35/100

Paraguay

 
 
Paraguay

Paraguay befindet sich laut dem Corruption Perception Index von Transparency International unter den Ländern mit dem höchsten Niveau an wahrgenommener Korruption. Dies zeigt die große Herausforderung auf, vor der Paraguay steht und die Notwendigkeit der Allianz für Integrität ein höheres Transparenz Niveau zu fördern. Auch wenn das Land über strenge Gesetze im Bezug auf Compliance und Korruptionsprävention, wie beispielsweise das Gesetz zur Vorbeugung und Unterdrückung rechtwidriger Handlungen zur Legitimation von Geld oder Besitz, verfügt, sind größere Anstrengungen erforderlich um tiefgreifende Veränderungen zu erreichen.

auf einen blick

Bevölkerung:

6,9 Millionen Einwohner

Pro-Kopf-BIP:

4.400 US$ (2014)

Regierungsform:

Präsidentielle Republik

TI CPI Platz:

130/168

BIP:

30,88 Milliarden US$ (2014)

Ergebnis:

27/100

Uruguay

 
 
Uruguay

Uruguay hat in der Region das höchste Ergebnis des Transparency International Corruption Perception Index erreicht. Jedoch ist es noch immer weit davon entfernt, frei von Korruption zu sein und Uruguays Regierung setzt sich für eine fortlaufende Verbesserung ein. In diesem Kontext strebt das Land ein höheres Transparenzniveau an und setzt hierfür Ressourcen für effektive Kontroll- und Monitoring-Mechanismen ein. .

auf einen blick

Bevölkerung:

3,4 Millionen Einwohner

Pro-Kopf-BIP:

16.332 US$ (2014)

Regierungsform:

Präsidentielle Demokratie

TI CPI Platz:

21/168

BIP:

55,6 Milliarden US$ (2014)

Ergebnis:

74/100
 
 

Die Allianz für integrität IN LATeinamerika

 
 

Die Allianz für Integrität ist seit 2015 mit ihrem Trainingsprogramm “De Empresas para Empresas” in Lateinamerika aktiv. Der Sitz des Länderbüros der Allianz für Integrität ist in Brasilien. In den anderen Ländern Lateinamerikas wird die Arbeit der Allianz für Integrität in Kooperationen mit ihren Partnern implementiert. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf der Durchführung des Compliance Trainingsprogramms „De Empresas para Empresas“ (DEPE). Dieses Trainingsprogramm wird größtenteils von den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in Kooperation mit den lokalen Global Compact Netzwerken der Vereinten Nationen durchgeführt.

DEPE wurde entwickelt, um lateinamerikanische Unternehmen darin zu befähigen, Compliance Programme zu etablieren. Ziel ist es, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) darin zu stärken Korruptionspräventionssysteme aufzubauen. Um dies zu erreichen, erhalten sie Unterstützung von großen nationalen und/oder internationalen Unternehmen. Diese Unternehmen teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen in diesem Bereich mit den KMU und tragen auf diese Weise zu einem Umfeld gleichen Wettbewerbs bei.

Trainer

Im Rahmen des Train-the-Trainer-Programms konnten bereits einige Trainer ausgebildet werden. 

Lokale Partner

Im Bereich der Trainingsimplementierung besteht eine enge Kooperation mit lokalen Partnern.