Training für Unternehmensintegrität in Zeiten von Covid-19

02.04.2020

Indien, Online

Business Integrity Training in times of Covid-19

Anfang April traf die Trainer*innen-Arbeitsgruppe Indien der Allianz für Integrität virtuell zusammen, um zu erörtern, wie Unternehmen in ihren Bemühungen um Compliance und Integrität in diesen unsicheren Zeiten unterstützt werden können. Im Blickpunkt standen dabei insbesondere KMUs, die vor enormen wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Die Trainer*innen einigten sich auf einen zweistufigen Aktionsplan, der kurz- und mittelfristige Ziele umfasst.

Kurzfristig soll eine Reihe von Webinaren organisiert werden, die KMUs helfen sollen, auf die durch die Pandemie verursachten Herausforderungen zu reagieren. In Bezug auf Lieferschwierigkeiten betonte Bhavna Arora, Leiterin der Rechts- und Compliance-Abteilung von TÜV Rheinland India Pvt. Ltd., dass KMUs auf die Auslegung und Anwendung der „Höhere Gewalt“-Klausel in Verträgen verweisen können, um ihre Unfähigkeit zur Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen zu begründen.

In diesem Kontext wies Dinesh Agrawal, unabhängiger Berater, darauf hin, dass die Regierung zwar die Fristen für ausstehende Genehmigungen, Freigaben und andere Beschränkungen für Unternehmen um drei Monate, d.h. von März bis Juni, verlängert, aber weder auf Genehmigungen noch auf andere Konditionen verzichtet. Dies bedeutet, dass Unternehmen unter enormem Druck stehen, die Compliance-Unterlagen in einem Zug von März bis Juni einzureichen, was die Arbeitsbelastung der Compliance-Beauftragten zusätzlich erhöht. 

Darüber hinaus schlug Ashish Jain, Vertreter von Giesecke & Devrient MS India Pvt. Ltd., ein Webinar vor, um die Änderungen an verschiedenen Compliance-Gesetzen zu erläutern, einschließlich des vorgesehenen Zeitplans und der Strafklausel.

Mittelfristig wurde beschlossen, dass die „Vyapaar se Vyapaar ko“-Trainings für Unternehmensintegrität in virtuelle Module umgewandelt werden sollen. Die Digitalisierung ist nicht nur im Hinblick auf die landesweite Verbreitung wichtig, sondern vor allem deshalb, da es auch nach Aufhebung der Ausgangssperren schwierig sein wird, die eintägigen Schulungen wiederaufzunehmen. Dies war keine leichte Entscheidung. Wie Herr Agrawal zu Recht betonte, sind zwei der wesentlichsten Merkmale der Trainings die direkte Interaktion mit den Teilnehmenden und der geschützte Raum, in dem sie offen über die Herausforderungen diskutieren können, mit denen sie konfrontiert sind. Nach sorgfältiger Überlegung schlugen die Trainer*innen vor, die „Vyapaar se Vyapaar ko“-Trainingsmodule in Sitzungen von jeweils 45-60 Minuten zu unterteilen, begleitet von einer kurzen Selbstbewertung und einer Frage- und Antwortsitzung, die jeweils einmal im Monat stattfindet. Die diskutierten Vorschläge werden zur weiteren Ausarbeitung an die Task Force der Allianz für Integrität zur Digitalisierung von Trainings weitergeleitet.

Die Arbeitsgruppe einigte sich ferner auf ein monatliches Treffen, um die Arbeit an den Trainings für Unternehmensintegrität fortzusetzen.

Autorin: Seema Choudhary

 
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