Internationale Antikorruptionskonferenz zum Thema öffentlich-private Partnerschaften in Kooperation mit dem Rechnungsführer der Obersten Rechnungsprüfungsbehörde der Republik Chile

14.06.2017

Santiago de Chile, Chile

© Comptroller's General of the Union

Im Zuge der Integritätswoche in Chile organisierte die Allianz für Integrität gemeinsam mit der Obersten Rechnungshof der Republik Chile und der Deutsch-Chilenischen Außenhandelskammer eine internationale Antikorruptionskonferenz zum Thema „Öffentlich-Private Partnerschaften im Kampf gegen Korruption“. Die Veranstaltung zählte 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern, wie z.B. Argentinien, Brasilien und Uruguay. 200 weitere Zuschauerinnen und Zuschauer nahmen über einen Onlinestream an der Konferenz teil. Das Ziel der Konferenz war es nationale und internationale Best-Practice Beispiele im Kampf gegen Korruption im privaten und öffentlichen Sektor zu identifizieren und zu diskutieren.

Der Leiter des Rechnunghofes der Republik Chile, Jorge Bermudez Soto, und der Direktor der Allianz für Integrität, Noor Naqschbandi, eröffneten die Veranstaltung und hießen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen. Während der Eröffnungsrede betonte Noor Naqschbandi die Wichtigkeit des Netzwerks in Lateinamerika für die Allianz für Integrität. Die Allianz für Integrität ist in sieben lateinamerikanischen Ländern aktiv. Die lokalen Partner zeigen großes Engagement und finden neue innovative Wege gegen Korruption vorzugehen. Das umfassend positive Feedback der Partner zeigt, dass die Aktivitäten und Hilfestellungen der Allianz auf große Zustimmung stoßen. Am Ende seiner Rede hob Noor Naqschbandi die Bedeutung des Multi-Stakeholder Ansatzes hervor mit der Bemerkung, dass diese Konferenz ein entsprechendes Beispiel sei, um Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen Korruption zu fördern.

Gemeinsam mit Dalma Parisi, Regional Compliance Officer bei Siemens SA, nahmen Herr Bermundez Soto und Herr Naqschbandi an der folgenden Paneldiskussion zu „Transparenz und Antikorruption: Risiken und Herausforderungen in Lateinamerika“ teil. In der einleitenden Präsentation bekräftigte Herr Naqschbandi die Kultur der Integrität als Kernthema der Allianz für Integrität, da diese entscheidend ist, um Korruption an den Wurzeln anzugehen. Das Trainingsprogramm "De Empresas Para Empresas" (DEPE) und Digitalisierungsprozesse, wie die Open Data Bewegung, sind beides Maßnahmen, die eine Kultur der Integrität fördern. Darüber hinaus kennzeichnete er Lateinamerika als Paradebeispiel für die weitreichende Bereitschaft einen kulturellen Wechsel hinzu Integrität anzutreiben.


Vor dem Mittagessen fand das Panel zu „Bewährten Verfahrensweisen der Region“ statt. Hierbei präsentierten drei öffentliche Institutionen aus Lateinamerika ihre Best-Practice Ansätze und diskutierten wie regionale Kooperation gefördert werden könnte. Die teilnehmenden Experten waren Renato Capanema, Direktor für Integritätsförderung und Internationale Zusammenarbeit beim Ministerium für Transparenz und Rechnungsführer bei der Union von Brasilien (CGU), Leila Insaurralde, Leiterin der Abteilung für Antikorruptionsmanagement beim Rechnungshof der Republik Paraguaz und Dorothy Pérez, Vize- Rechnungsführer der Republik Chile. Ebenfalls dabei war Roberto Mendeson, Subregional Compliance Officer bei der Merck Group. Er steuerte die Perspektive des Privatsektors bei und beschrieb die Rolle von Unternehmen im Kampf gegen Korruption. Moderiert wurde die Diskussion von Andrea Rondot von Deloitte.

Nach der Pause haben Juan Ignacio Belbis, Prüfer bei Iniciativa Latinoamericana de Datos Abiertos, Verónica Cid, Koordinatorin für Antikorruption bei United Nations Development Programme in Chile und Alvaro del Barrio, Leiterin für Compliance und Betriebssicherheit bei der Banco Estado, gemeinsam „Maßnahmen zur Korruptionsprävention“ diskutiert. Alberto Zink, Rechtsberater bei Bayer SA moderierte die Diskussion. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des letzten Panels zum Thema „öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Kooperation“ waren Susana Sierra, Gründerin von BH Complaince und Leiterin von Transparentes Chile, Rodrigo Mora, Generalsekretär der Kommission für Integrität und Transparenz des Ministry General Secretariat of the Presidency in Chile und Mauricio Duce, Präsident von Public Space . Alle drei Sprecher betonten die Bedeutung von kollektiven Handelns in der Förderung von Transparenz. Moderator der letzten Diskussion war Flavio Fuertes, Leiter des Global Compact Netzwerks Argentinien.

In der abschließenden Rede dankte Jorge Bermudez Soto den Rednerinnen und Redner und Partnern für ihre aktive Unterstützung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz für ihre Fragen und ihr Interesse.

Mehr information und die Präsentation (auf Spanisch) finden Sie hier.

 
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