Aktivitäten in Chile unterstreichen die Bedeutung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit bei der Korruptionsbekämpfung

03.09.2019

Concepción und Santiago de Chile, Chile

Die Allianz für Integrität nahm am 3. September 2019 am 49. Treffen der Arbeitsgruppe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Concepción, Chile teil. Die APEC ist ein Forum von hochrangigen Vertretern aus 21 Pazifik-Anrainerstaaten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den freien Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region zu fördern. Während des Treffens diskutierten die Teilnehmer die Entwicklung staatlicher Strategien zur Stärkung der KMU. Bei der Veranstaltung stellte die Direktorin Susanne Friedrich die Arbeit der Allianz für Integrität und der in der Region erzielten Ergebnisse vor. Sie nannte insbesondere das Trainingsformat zur Korruptionsprävention für KMU „De Empresas Para Empresas“ („Von Unternehmen für Unternehmen“), als ein erfolgreiches Instrument, das in Lateinamerika entwickelt und später auf andere Regionen ausgeweitet worden ist.

Am folgenden Tag fand in Santiago de Chile das "Dritte Internationale Anti-Korruptionsseminar" statt. Die Veranstaltung unter dem Titel "Bürger und Medien: ihre Rolle im Kampf gegen Korruption" wurde vom Rechnungshof der Republik Chile und der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer (CAMCHAL) in Zusammenarbeit mit der Allianz für Integrität organisiert.

"Die Förderung der Integrität ist ein Thema, das nicht nur lokal angegangen werden kann, es erfordert eine globale Zusammenarbeit", stellte Hans Peter Debelius, Landesdirektor der GIZ in Chile,

fest und lud die Teilnehmer ein, darüber nachzudenken, wie die Presse, die Zivilgesellschaft und die internationale Zusammenarbeit zu mehr Transparenz und Integrität beitragen könnten.

Die Grundsatzrede hielt der Jurist und Journalist Diego Cabot, Herausgeber des Wirtschaftsteils der argentinischen Zeitung La Nación. Diego Cabot beschrieb seine Recherchen zur Aufdeckung der unter dem Namen „Los cuadernos de las coimas“ bekannt gewordenen Bestechungsgeldaffäre der argentinischen Regierung. Er schilderte, wie wichtig die Überprüfung von Fakten und Diskretion bei seiner journalistischen Arbeit gewesen seien.

Ziel der Veranstaltung war es, lokal und regional bewährte Praktiken der Korruptionsbekämpfung aufzuzeigen und zu verbreiten. Die Diskussionsteilnehmer betonten die Bedeutung der Medien für die Korruptionsbekämpfung, ebenso wie die Rolle der Zivilgesellschaft und des Privatsektors.

Darüber hinaus veranstaltete die Allianz für Integrität ein DEPE-Training für eine Gruppe von Fachleuten aus neun chilenischen Staatsunternehmen. Die Aktivitäten der Woche zeigten das große Interesse an dem Thema. Unterstrichen wurde dies durch die Formalisierung der Zusammenarbeit zwischen der GIZ Chile und der CAMCHAL, die eine Absichtserklärung über das gemeinsame Engagement im Rahmen der lokalen Aktivitäten der Allianz für Integrität unterzeichneten.

Autorin: Fabiana Dias

 
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