Erste Integritätswoche findet in Kolumbien statt

12.10.2018

Bogotá, Kolumbien

In den letzten Jahren wurden verschiedene Aktivitäten in Kolumbien durchgeführt, darunter Korruptionspräventionstranings, spanischsprachige Webinare, und jetzt zum ersten Mal zusammen mit dem lokalen Global Compact Netzwerk Kolumbien, dem Implementationspartner vor Ort, eine Integritätswoche. Die Integritätswoche fand in Bogotá statt, und zielte darauf ab, praktische Instrumente zur Förderung von Integrität in der Wirtschaft anzubieten, sowie Räume für Dialog zwischen dem Privatsektor, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft zu schaffen.

Außerdem reisten Vertreterinnen und Vertreter der Industrie- und Produktionskammer von Ecuador und der Industrie-, Produktions- und Beschäftigungskammer von Cuenca, Ecuador, nach Kolumbien, um an der Integritätswoche teilzunehmen. Sie sind sich der Arbeitsweise der Allianz für Integrität bewusst und hoffen, mit dem kolumbianischen Wirtschaftssektor zusammenzuarbeiten, um Korruption in der Andenregion durch kollektives Handeln zu mindern.

In Summe fanden drei Veranstaltungen im Rahmen der Integritätswoche statt, darunter ein DEPE-Korruptionspräventionstraining am Donnerstag, dem 11. Oktober in der Handelskammer von Bogotá. Insgesamt 23 Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen lokalen KMU nahmen an diesem teil; Luz Ayda Otalora von Telefonica Colombia, Pablo Miranda von Siemens Lateinamerika, und Paula Hernández von der Telecommunikationsfirma der Stadt Bogotá (ETB) fungierten als Trainer. Die KMU lernten u.a. praktische Fallbeispiele im Bereich Korruptionsprävention. Daniela Camargo, die Ansprechperson für das 10. Prinzip, zu Korruptionsprävention, des Global Compact Netzwerks in Kolumbien hob die Bedeutung des Themas und das Interesse der kolumbianischen Firmen hervor eine strategische Beziehung zur Allianz für Integrität zu schaffen, um gemeinsam praktische Instrumente zur Förderung von Integrität im Land anzubieten.
Während eines Frühstückstreffens tauschten insgesamt 16 kolumbianische Trainerinnen und Trainer ihre Erfahrungen aus. Marco Pérez, der Netzwerkmanager für Mexiko und Kolumbien, nutzte die Gelegenheit, um die jüngsten Aktivitäten aus dem globalen Netzwerk mit den Anwesenden zu teilen. Manche wurden als mögliche Vorlagen für künftige Aktivitäten in Mexiko diskutiert, um eine engere regionale und interregionale Kooperation zu fördern. Im Rahmen des Treffens wurden die nächsten Schritte in Kolumbien besprochen, um kolumbianische Firmen anzusprechen und Integrität im Land zu stärken.

Die dritte und letzte Veranstaltung fand am Freitag statt, und wurde für die Vorstellung der TheIntegrityApp genutzt. Die Begrüßungsreden hielten Ricardo Garzón, Manager für Nachhaltigkeit und Steuerung bei Telefónica Movistar, Kolumbien, Thomas Heindrichs, Landesdirektor der GIZ in Kolumbien, und Alice Berggrun Comas, Koordinatorin für Privatsektor und Übereinkommen im Sekretariat von Transparency International. Berggrun Comas betonte, sie sei optimistisch, was die mögliche Beziehung zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor in Kolumbien angehe, um auch unter der neuen kolumbianischen Regierung für mehr Transparenz zusammen zu arbeiten. Es folgten zwei inspirierende Reden zu den Themen ‚ethische Blindheit‘ und wie jede Organisation unabhängig von ihrem Sektor oder ihrer Größe ihre Geschäfte integer führen kann. Diese Reden hielten Pablo Miranda, Compliance Officer bei Siemens Lateinamerika und DEPE-Trainer, und Mariana Jaramillo, die stellvertretende Vorsitzende für unternehmerische Themen in Kolumbien, Südamerika und der Karibik bei CEMEX S.A.
 
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