Unternehmerinnen schließen sich im Kampf gegen Korruption zusammen

10.03.2020

Mexiko-Stadt, Mexiko

Integrity Cofee Mexico

Anfang März trafen sich elf Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte in Mexiko-Stadt, um im Hauptsitz von Covestro die Auswirkungen von Korruption auf Frauen, die damit einhergehenden Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.  

Zu Beginn der Veranstaltung hieß Erika Díaz Ulloa, Leiterin für Recht, Geistiges Eigentum & Compliance bei Covestro, die Teilnehmerinnen herzlich willkommen. In ihrer Eröffnungsrede betonte sie, wie wichtig die Teilnahme von Unternehmerinnen an derlei Austauschformaten sei, da ihr Handeln einen großen Einfluss auf Transparenz und unternehmerische Integrität habe.  

Das zweite Integrity Coffee in Mexiko bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und ein tiefgehendes Verständnis für bewährte Instrumente und Praktiken zur Korruptionsbekämpfung innerhalb ihrer Unternehmen zu entwickeln. Als Einstieg in die Thematik wurden genderspezifische Herausforderungen sowie bereits in den Unternehmen ergriffene Maßnahmen näher beleuchtet.  

„Die zweite Ausgabe des Integrity Coffee war ein sehr nützlicher Wegweiser für uns“, merkte Tania Bobabilla Grandos von THINK BEE Transformational Network an. „Es lohnt sich, uns selbst besser kennen zu lernen, wer wir sind und in welche Richtung wir gehen. Die Art und Weise wie Frauen Führungsaufgaben wahrnehmen, ist für viele von uns selbstverständlich, und das hilft uns mit Paradigmen zu brechen und für die Werte, die wir in unserer Arbeit zum Ausdruck bringen, anerkannt zu werden.“

Die Teilnehmerinnen stimmten darin überein, dass bewährte Praktiken nur dann reproduziert werden können, wenn Unternehmerinnen die Gesetze verstehen und genau wissen, was von ihnen verlangt werde. Daneben sind sie davon überzeugt, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens geschult werden müssten und eine Nulltoleranzstrategie gegenüber Korruption herrschen sollte. Außerdem sollten Trainings einen verstärkt präventiven statt strafenden Ansatz verfolgen; und Sanktionen sollten mit dem Ziel vermittelt werden, Überzeugungen und gute Werte zu schaffen.

Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass ihr Geschlecht keine Schwäche, sondern eine Stärke darstelle und sie Erfolgsbeispiele sowie bewährte Praktiken mit anderen Frauen teilen sollten. Sie bestätigten, dass durch Collective Action weiblichen Führungskräften eine Schlüsselrolle in der Korruptionsprävention innerhalb ihres Unternehmensumfelds zukommen könne.

„Als Vertreterin von mehr als 4.000 Geschäftsfrauen bin ich überzeugt, dass Integrität den größte Mehrwert für ein Unternehmen bietet“, erklärte Blanca Estela Pérez Villalobos, Präsidentin der Mexikanischen Vereinigung von Geschäftsfrauen (AMMJE), die zudem die Notwendigkeit von Collective Action unterstrich.

Für die Zukunft hoffen die Teilnehmerinnen auf eine dritte Ausgabe des Integrity Coffee. Darüber hinaus schlugen sie einen Workshop über ethische Verhandlungstechniken für Unternehmerinnen vor, den wir dazu nutzen werden, um den Austausch über Korruption und Gender fortzusetzen.

Autor: Kevin Oskar Pöll Garduño

 
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